Warum vergoldetes Glas verwenden? (Technische Eigenschaften)
Gold wird aufgrund seiner einzigartigen physikalischen Eigenschaften für anspruchsvolle optische und elektronische Anwendungen eingesetzt:
- Maximale Infrarot-Reflexion (IR): Gold reflektiert über 98% des nahen und mittleren Infrarotlichts und ist damit die beste Wahl für IR-Spiegel, Laserresonatoren und die Temperaturregelung in der Luft- und Raumfahrt.
- Hohe elektrische Leitfähigkeit: Ideal für transparente oder integrierte Elektroden, beheizte optische Fenster und EMI/RFI-Abschirmungen.
- Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit: Im Gegensatz zu Silber oder Kupfer läuft Gold nicht an und oxidiert nicht, wodurch eine langfristig stabile Leistung auch unter rauen Umgebungsbedingungen gewährleistet ist.
- Lötbarkeit: Dank der Goldbeschichtung am Rand eines Glasfensters lässt sich dieses direkt an Metallgehäuse anlöten, wodurch eine wirklich hermetische Abdichtung erzielt wird (wie sie häufig in der Optoelektronik und bei Sensoren zum Einsatz kommt).
- Biokompatibilität: Weit verbreitet in der medizinischen und biologischen Forschung, beispielsweise bei Oberflächenplasmonenresonanz-Chips (SPR-Chips) und Microarray-Objektträgern.
Unser Beschichtungs- und Schneideverfahren (Der technische Vorteil)
Das Aufbringen von Gold auf Glas und das Zuschneiden auf Mikrogrößen erfordert spezielles Fachwissen. Bei herkömmlichen Verfahren kommt es häufig zu abblätternden Schichten und gebrochenen Kanten. So gewährleisten wir industrielle Zuverlässigkeit:
- Die entscheidende Haftschicht: Gold haftet von Natur aus nicht auf Glas. Wir nutzen modernste physikalische Gasphasenabscheidung (PVD), um zunächst eine ultradünne Schicht aufzutragen Haftschicht aus Titan (Ti) oder Chrom (Cr), gefolgt von der hochreinen Goldschicht (Au). Dies gewährleistet, dass sich die Folie nicht ablöst und die Klebebandtests erfolgreich besteht.
- Kontrollierte Schichtdicke: Je nach Ihren spezifischen Anforderungen können wir Goldschichten mit einer Dicke von wenigen Nanometern (halbtransparent) bis zu mehreren Mikrometern (dicke Schichten für das Drahtbonden oder Löten) aufbringen.
- Präzisionsschneiden und CNC-Schneiden: Nach dem Beschichten zerschneiden wir die großen Substrate mithilfe von Präzisions-Trennsägen oder speziellen Laserschneidverfahren in kleine, maßgeschneiderte Abmessungen (bis hin zu winzigen Chips). Unser Verfahren gewährleistet keine Ablösung der Beschichtung und nur minimale Kantenabrieb an den Schnittlinien.
- Gemusterte Goldbeschichtungen: Benötigen Sie Elektroden? Wir bieten maskierte Abscheidung oder Fotolithografie an, um spezifische Goldmuster, Gitter oder metallisierte Kanten auf dem Glas herzustellen.
Häufige Anwendungsbereiche
Wir liefern vergoldetes, maßgeschneidertes Glas an verschiedene Hightech-Branchen:
- Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung: Fenster für das Wärmemanagement und Optik zur IR-Abwehr.
- Optoelektronik: Metallisierte Glasdeckel für hermetisch verschlossene Sensorgehäuse.
- Analysegeräte: Goldspiegel für FTIR-Spektrometer (Fourier-Transform-Infrarot) und CO₂-Lasersysteme.
- Mikrofluidik und Biotechnologie: Leitfähige Glassubstrate für Lab-on-a-Chip- und Diagnosegeräte.
Angebot für eine Sonderanfertigung anfordern
Da bei der Vergoldung teure Materialien und hochpräzise Verarbeitungsprozesse zum Einsatz kommen, sind exakte Spezifikationen von entscheidender Bedeutung.
Um ein genaues Angebot zu erhalten, geben Sie bitte Folgendes an:
- Substratmaterial: (z. B. Quarzglas, Borosilikatglas, B270, Saphir).
- Beschichtungsspezifikationen: Erforderliche Gold (Au)-Schichtdicke und bevorzugte Haftschicht (Ti oder Cr).
- Schnittmaße und Toleranzen: Länge, Breite, Dicke und etwaige Anforderungen an das Muster.
- Benötigte Menge.

